Musikclubs 2026
Veranstaltungsort: Kammermusiksaal der Städtischen Musikschule Chemnitz, Gerichtsstraße 1,
Beginn: jeweils 18.30 Uhr.
2. März 2026. „Komponieren als pädagogische Idee". Danny Leuschner beschäftigt
sich seit seiner Jugend intensiv mit dem kompositorischen Schaffen von
Werner Richter. Der Referent geht insbesondere auf Richters Konzept ein,
wie brauchbare Musik für den Unterricht komponiert wird – Musik,
die die Schüler nicht nur technisch, sondern auch künstlerisch und individuell fördert.

(Foto: Toni Leuschner)
13. April 2026. Thomas Stöß spricht über „Geistliche Musik und Glaube im 20./21. Jahrhundert
– Kontinuität oder zerrissenes Band“. Welche Bedeutung hat geistliche Musik
in einer säkularisierten Gesellschaft? Versuch einer Bestandsaufnahme.
(Foto: Christian Reuther)
4. Mai 2026. Genoveva – Gedanken über Oper, Schumanns Sittengemälde und Wagners
Mythen. Dr. Sabine Lichtenstein untersucht, auch im Hinblick auf Nietzsches
Gedanken über Oper, zeitgenössische Reaktionen auf Schumanns Oper und
Genoveva-Stücke von anderen Komponisten, Kriterien, die zur kritischen Beurteilung
befähigen. Anschließend reflektiert sie zum Vergleich Wagners gelungene Oper
Lohengrin, die vieles mit Genoveva gemeinsam hat und im gleichen Jahr zur
Uraufführung kam.

(Foto: Privat)
8. Juni 2026. Die Komponisten Reinhold Glier (1875-1956) und Friedrich Glier (1891-1953)
– zwei europäische Lebensläufe. Thomas Blaudeck stellt mit Hörbeispielen und
persönlichen Anekdoten zwei Komponisten der Spätromantik vor, die sich nie begegnet sind,
jedoch mehr als nur ihre familiären Wurzeln im Oberen Vogtland gemeinsam haben.
Perspektiven zur kritischen Pflege ihres Erbes werden angerissen.

(Foto: Ines Escherich)
5. Oktober 2026. „Vokalpolyphonie, Kontrapunkt und die Musik an der Cappella Sistina".
Martin Sturm spricht mit Klangbeispielen über Leben und Werk von Josquin Desprez und
Giovanni Palestrina, die beide Mitglied der päpstlichen Kapelle in Rom waren und dort ihre größte künstlerische
Entfaltung in der Vokalpolyphonie der Renaissance fanden.

(Foto: Privat)

